A decolonial approach to somatic work centers on healing trauma and reclaiming bodily autonomy through liberation from colonial frameworks, power imbalances, and oppression. Usually somatic experiencing focuses on the nervous system’s response to trauma – a decolonial perspective goes further by integrating the context of colonial histories, intergenerational trauma, and cultural backgrounds. It acknowledges the impacts of colonization, racism, and systemic oppression on marginalized bodies, shaping how trauma is stored and expressed.

This approach challenges eurocentric norms by incorporating culturally relevant healing practices and methods, including Indigenous and local traditions that align with individuals‘ backgrounds. Practitioners outside these cultural lineages should apply Indigenous practices with care, assess whether it is appropriate for them to use them, and refer individuals to Indigenous or other local practitioners when necessary.

Prioritizing safety and consent is essential, particularly for those who have experienced forced assimilation, bodily control, or other violence tied to systemic oppression. Restorative justice works through concrete actions like redirecting resources and profits back to communities of origin through financial support, advocacy for Indigenous rights, or collaborative projects.

Decolonial somatic work honors Indigenous practices as dynamic, living traditions, respecting how they are seen, used, and adapted by current Indigenous communities rather than idealizing them as relics of the past. In doing so, it can enable a practice that reconnects individuals with their community, culture, and heritage, offering a path toward liberation and collective resilience.

In my work, I strive to approach somatic practices through a decolonial lens, while acknowledging my own positioning. I understand that the practices I engage with are deeply rooted in diverse cultural traditions and the importance of being conscious of the historical context and power dynamics.


Was ist eine dekoloniale somatische Praxis?

Ein dekolonialer Ansatz in der somatischen Arbeit fokussiert auf trauma-sensible Körperarbeit und die Wiedererlangung körperlicher Autonomie durch die Befreiung von kolonialen Denkweisen, Machtungleichgewichten und Unterdrückungsmechanismen. Durch somatische Praktiken können die Reaktionen des Nervensystems auf Trauma transformiert werden. Eine dekoloniale Perspektive auf somatische Praktiken und Trauma bezieht auch den historischen Kontext der Kolonialisierung, intergenerationelle Traumata und kulturelle Hintergründe mit ein. Sie erkennt, wie Kolonialisierung, Rassismus und systemische Unterdrückung die Ausdrucksformen von Trauma marginalisierte Körper prägen.

Dieser Ansatz hinterfragt eurozentrische Normen, indem er kulturell relevante Heilpraktiken und -methoden einbezieht, darunter indigene und lokale Traditionen, die den kulturellen Hintergrund der Personen berücksichtigen. Praktizierende, die nicht aus den jeweiligen Kulturkreisen stammen, sollten sorgfältig reflektieren, ob es angemessen ist, nicht eigene indigene Praktiken anzuwenden, ohne den kulturellen Kontext und Hintergrund zu berücksichtigen.

Die Priorisierung von Sicherheit und Einverständnis ist besonders wichtig, insbesondere für diejenigen, die zur Assimilation, zur Kontrolle ihres Körpers oder zu anderen Formen systemischer Unterdrückung gezwungen wurden. Restorative Justice wird durch konkrete Maßnahmen umgesetzt, wie die Rückgabe von Ressourcen und Gewinnen an die Herkunftsgemeinschaften, etwa durch finanzielle Unterstützung, das Einstehen für indigene Rechte oder durch gemeinschaftliche und kollaborative Projekte.

Dekoloniale somatische Arbeit anerkennt indigene Praktiken als lebendige und sich ständig weiterentwickelnde Traditionen und respektiert, wie sie von heutigen indigenen Gemeinschaften wahrgenommen, genutzt und angepasst werden, anstatt sie als bloße Relikte der Vergangenheit zu idealisieren. Auf diese Weise kann sie eine Praxis fördern, die den Einzelnen wieder mit seiner Gemeinschaft, Kultur und seinem Erbe verbindet und gleichzeitig einen Weg zur Befreiung und kollektiven Resilienz eröffnet.

In meiner Arbeit strebe ich an, somatische Praktiken aus einer dekolonialen Perspektive zu betrachten und dabei stets meine eigene Positionierung zu reflektieren. Ich bin mir bewusst, dass die Praktiken, mit denen ich arbeite, tief in verschiedenen kulturellen Traditionen verankert sind und es von entscheidender Bedeutung ist, sich des historischen Kontextes sowie der damit verbundenen Machtdynamiken bewusst zu sein.